Submodalitäten & Gefühle
Was sind Wahrnehmungskanäle?
Submodalitäten – Das Mischpult deiner Gefühle
Warum fühlt sich eine Erinnerung noch Jahre später belastend an – während eine andere fast neutral wirkt? Warum kann ein Gedanke Stress auslösen, während ein anderer sofort Ruhe bringt?
Die Antwort liegt oft nicht im Inhalt, sondern in der Art und Weise, wie dein Gehirn Erfahrungen abspeichert. Genau hier kommen Submodalitäten ins Spiel.
Submodalitäten sind die feinen Stellschrauben deiner inneren Wahrnehmung. Sie entscheiden darüber, wie intensiv ein Gefühl erlebt wird – und ob es dich stärkt oder stresst. In der NLP-Arbeit werden sie deshalb treffend als das Mischpult unserer Gefühle bezeichnet.
Wahrnehmung – Modalitäten – Submodalitäten
Wenn du an eine Situation denkst, erzeugt dein Gehirn innere Bilder, Töne und Körperempfindungen. Diese inneren Repräsentationen besitzen bestimmte Eigenschaften:
- ein Bild kann hell oder dunkel sein
- eine innere Stimme laut oder leise
- ein Gefühl warm, kalt, eng oder weit
Diese Eigenschaften nennt man Modalitäten, die wiederum über Submodalitäten gebildet werden.
Zentraler Grundsatz aus NLP und Neurowissenschaft und entscheidend für unsere Arbeit im Coaching is :
Nicht das Ereignis erzeugt das Gefühl – sondern seine innere „Codierung“ – Veränderst du die Submodalitäten, verändert sich auch dein emotionales Erleben!
Welche Modalitäten gibt es im NLP?
Im Coching mit NLP (Neuro-Linguistischen Programmieren) gehen wir davon aus, dass wir unsere Wahrnehmung über fünf Sinneskanäle organisieren und innerlich abbilden:
- Visuell – innere Bilder
- Auditiv – innere Stimmen, Gedanken, Geräusche
- Kinästhetisch – Körperempfindungen und Gefühle
- Olfaktorisch – Geruchsvorstellungen
- Gustatorisch – Geschmacksvorstellungen
Die Submodalitäten sind die Feinabstufungen innerhalb dieser Systeme. Erst durch sie bekommt das Bild Relevanz – Wirkung! Im Coaching spielen vor allem visuelle, auditive und kinästhetische Submodalitäten eine Rolle – sie sind unserem bewussten Erleben am nächsten.
Submodalitäten im Überblick – mit Raum zur Selbstreflexion
Submodalitäten lassen sich sehr konkret beobachten. Genau darin liegt ihre Stärke: Sie machen Gefühle greifbar und veränderbar.
Übung: Nimm dir eine konkrete Erinnerung und beobachte bewusst, wie du sie innerlich wahrnimmst – nicht was passiert ist. (Oder als Coach: Verwende offene Anleitungen (Nimm wahr, was du siehst, nimm wahr, was du hörst, nimm wahr was du fühlst…), um tiefer in das Bild und die Entspannung hineinzuführen und Submodalitäten, um es noch weiter zu vertiefen – und auch, um dem Coachee Optionen zu bieten, das zugehörige Gefühl zu verändern „…und nimm auch wahr, was sich dadurch verändert…*“
Visueller Kanal
- Helligkeit: hell – dunkel
- Farbe: farbig – pastellfarben – sepia – schwarz-weiß
- Größe: groß – klein
- Entfernung: nah – weit weg
- Position im Raum: links – rechts – oben – unten – vorne – hinten
- Bewegung: starr – beweglich
- Schärfe: scharf – verschwommen
- Perspektive: assoziiert (durch eigene Augen) – dissoziiert (von außen)
- Darstellung: Standbild – Film
- Rahmen: mit Rahmen – rahmenlos – diffus
Auditiver Kanal
- Lautstärke: laut – leise
- Tonhöhe: hoch – tief
- Klangfarbe: hell – dumpf – weich – metallisch
- Richtung: innen – außen – links – rechts
- Tempo: schnell – langsam
- Rhythmus: gleichmäßig – unregelmäßig
- Wiederholung: einmal – mehrfach – Echo
Kinästhetischer Kanal
- Ort im Körper: Brust, Bauch, Kehle, Hände …
- Temperatur: warm – kalt – neutral
- Bewegung: nach innen – außen – rotierend
- Ausdehnung: punktuell – flächig
- Textur: weich – hart – rau – glatt
- Form: klar begrenzt – diffus – wabernd
Submodalitäten bestimmen also unter Umständen unser Empfinden; kritische Submodalitäten sind jene Stellschrauben, die das Gefühl maßgeblich beeinflussen. Für Ansätze im Self-Coaching, Yoga, Coaching, Entspannung bedeutet das: Verändert man die Submodalitäten, verändert sich unmittelbar das emotionale Erleben.
Du möchtest das erleben? Melde Dich gerne! info@yogaps.de
* Veränderungen spürbar erleben mit Führen durch die „neurologischen Ebenen„



