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Dehnung - gut gedehnt ist besser gebeugt

Gut gedehnt ist besser gebeugt | Yoga täglich 19

Leichte Töne spielen, wir liegen in Savasana. Ich liege im schönen Studio Yogaloft und genieße die leise Musik und die sanfte Ansagen in der Sivananda-Medium-Stunde. Mit einem leisen OM holt uns Simone aus der Anfangsentspannung. Es folgt Pranayama: Zügiges Kapalabhati macht mich wieder wach, gerade recht, um danach mit Brahmari, dem Bienensummen, den inneren und äußeren Raum 10 Atemzüge lang intensiv vibrieren zu lassen.

Vertrautes Sivananda medium Set

Die Stunde folgt dem bekannten Ablauf. Wieder einmal stelle ich fest, dass mir das gut gefällt. Es ist immer anders, das ist mit der Grund, warum ich hier darüber schreibe, und es ist dennoch zu einer Art „Heimatgefühl“ geworden: Ich weiß, welche Asana in der Sivananda-Reihe auf welche folgt, mein Körper ist darauf eingestellt. Natürlich genieße ich die Varianten, doch die Regelmässigkeit schafft eine vertraute Basis.

Die aus dem Sivananda-Rahmen fallende Gleichgewichtsübung, auf Zehenspitzen in die Hocke zu gehen und dabei nach Hanuman-Art ein Bein nach vorne auszustrecken, kann ich wegen meiner Knieverletzung gerade nicht mitmachen – was für eine willkommene Ausrede für diese ungewohnte Übung…

Gut gedehnt, weiter gebeugt

Auf diese Basis baut auch die Yogalehrerin. Zwischendurch überlegt sie spontan, eine Rückbeuge einzubauen, die nicht zur Sivananda-Reihe gehört: Partnerweise Rücken an Rücken aufgestellt heben beide die Arme. Einer greift die Handgelenke des anderen und hebelt ihn mit der Kraft seiner Oberschenkel hoch und nach vorne. Damit liegt der andere entspannt und gut gedehnt in einer Rückbeuge, die noch ein bisschen mehr Zug bekommt, wenn der untere Partner an den Armen zieht… Man kennt die Übung in ähnlicher Weise vielleicht aus dem Sportunterricht, wobei die Dehnung so noch intensiver ist. Die nachfolgenden Vorbeugen gelingen um einiges einfacher! Verblüfft stehe ich in der Vorbeuge und fühle mich, naja, gute 6 cm länger im Rücken 🙂 Weil das so schön ist, hängen wir noch ein paar andere Vorwärtsbeugen dran…

Zum Schluss wieder eine entspannende Savasana-Reise, das leise gesummte OM holt uns zurück. Welcome back und hinein in den Tag 🙂 Namaste!

Mein spontaner Entschluss für den nächsten Tag: Ein erneuter Asana intensiv-Workshop, diesmal mit Swami Saradananda.

ALL YOU CAN YOGA – Live-Tagebuch

  1. Fortgeschrittene Mittelstufe – All you can yoga
  2. Offene Mittelstufe – Entspannung
  3. Yogastunde special – Kopfüber in den Skorpion
  4. Yogalehrerausbildungsabend – Touched by Vipassana
  5. 3 h Workshop Bodywork – Partner Asana – Grenzen erfahren
  6. Yogastunde Offene Mittelstufe – Licht im Dunkel
  7. Mittelstufe – Muskelkater von den ...
  8. Yogalehrer-Ausbildungsabend – …Bemühungen
  9. Mittelstufe Yogaloft – Yoga mit Musik
  10. 3 h Workshop Yoga Nidra
  11. Fortgeschrittene Mittelstufe – Dynamisches Yoga trifft Stille
  12. Yogastunde offene Mittelstufe – Yoga-Routine
  13. Yogalehrer-Ausbildungsabend – Korrekturen
  14. 3 h Workshop Schulter, Hals, Nacken – Ersatz: 3 h Workshop Asanas intensiv
  15. Yogalehrerausbildung-Wochenende – Tag 1 – Inspiration & vegane Köstlichkeiten
  16. Yogalehrerausbildung-Wochenende – Tag 2 – Entspannung durch Hüftöffner
  17. Running Wolf Trailcamp auf Mallorca – Yoga für Läufer am Strand | Yoga täglich
  18. Offene Mittelstufenstunde – Let it be | Endlich wieder Yoga
  19. Mit Musik im Gleichgewicht – Sanfte Yogastunde mit viel Dehnung
  20. Workshop Asana Intensiv bei Swami Saradananda
  21. Mittelstufe für Fortgeschrittene
  22. Yogalehrerausbildungsabend
  23. Kundalini-Wochenende im Westerwald

 

 

Sabine Flechner-Schork
Ich mag Trailrunning in wilder Natur, Yoga & Stille, Essen, Lachen und gute Gespräche. Meine Stärken sind es, strukturiert Situationen zu erfassen und sie gezielt zu planen und zu gestalten. Am liebsten gebe ich Motivation & Knowhow weiter, um gemeinsam effizient und mit Leichtigkeit an deinen Zielen arbeiten zu können.
yoga für läufer und barfusslaufen am strand

Yoga für Läufer am Strand | Yoga täglich 17

Yoga im Morgenlicht

Das Licht ist fantastisch! Tiefes Morgenrot taucht Häuser, Olivenbäume und Hecken in rosa Licht. Der Wind weht noch rauh ein paar Wolken vor sich her… Wir fahren 15 Minuten zu einem der schönsten Strände im Osten Mallorcas, vorbei an Fincas, Olivenhainen und Eseln …

Am Strand angekommen finden wir uns auf einer Terrasse ein, direkt am Strand, von Sonnenlicht geflutet, vor uns das leise brandende Meer – besser geht es nicht! Yoga am Morgen geht auch ohne Matten – hier einige Übungen aus unserem Yoga für Läufer-Set:

Yoga für Läufer

1. Aufwärmen und danach ankommen in der Berghaltung, Tadasana. Ankommen, Füße bequem und fest stellen, Haltung von unten nach oben aufbauen, den Blick hinter den geschlossenen Augen gen Meer. Wir achten auf eine gerade Ausrichtung des Kopfes in Verlängerung der Wirbelsäule, führen dafür einmal die Schultern kreisförmig nach hinten und lasse sie dann nach unten fallen. Der Atem fließt ruhig und tief…

2. Gut passen dann Schulter, Hals- und Nackendehnungen, denn für den Krieger, Virabhadrasana, bringen wir die Arme in einer waagerechte Linie, was eine Herausforderung für den Schulterbereich bedeuten kann. Läufer haben gut trainierte Beine und gerne mal verspannte Schultern, umso wichtiger, diesen Bereich anzusprechen, zu dehnen und immer wieder zu lockern…

3. Auch die Läuferknie lieben es, aufgewärmt zu werden… Durch die mangelnde Durchblutung in diesem Bereich braucht das Kniegelenk Bewegung, die das Gelenk „schmieren“…

4. Alternativ oder ergänzend zum Krieger: Utkatasana, die Sitzhaltung. Stärkend für die Oberschenkel und Kniestabilisierende Muskeln, dehnend für Achillessehnen, kräftigend für die Schultern und zentrierend auf die Körpermitte.

5. Den Drehsitz kann man auch als Drehstand üben, er ist eine gute Übung für die Flexibilisierung des Rückens.

6. Zur Dehnung der OberscheVrikshasana, der Baum, Yoga für Läufer am Strand nkelmuskeln, des Latissimus und eine schöne Öffnung der Hüfte: Natarajana, der Tänzer, als Paar-Übung – Wir haben einiges zu lachen!

7. Finde Dein Gleichgewicht im Vrikshasana, dem Baum: Stabil und beweglich gleichzeitig, wie ein Baum, fest verwurzelt im Boden, nach oben flexibel… Das ist die innere Haltung im Baum, die sich in der äußeren Haltung widerspiegelt. Für jeden machbar, so viele unterschiedliche Bäume…

Namaste und auf zum Frühstück, wir sehen uns auf dem Trail!

Finde mehr Yogaübungen für Läufer hier
oder im Workshop Yoga und Laufen für Laufanfänger

ALL YOU CAN YOGA – Live-Tagebuch

  1. Fortgeschrittene Mittelstufe – All you can yoga
  2. Offene Mittelstufe – Entspannung
  3. Yogastunde special – Kopfüber in den Skorpion
  4. Yogalehrerausbildungsabend – Touched by Vipassana
  5. 3 h Workshop Bodywork – Partner Asana – Grenzen erfahren
  6. Yogastunde Offene Mittelstufe – Licht im Dunkel
  7. Mittelstufe – Muskelkater von den ...
  8. Yogalehrer-Ausbildungsabend – …Bemühungen
  9. Mittelstufe Yogaloft – Yoga mit Musik
  10. 3 h Workshop Yoga Nidra
  11. Fortgeschrittene Mittelstufe – Dynamisches Yoga trifft Stille
  12. Yogastunde offene Mittelstufe – Yoga-Routine
  13. Yogalehrer-Ausbildungsabend – Korrekturen
  14. 3 h Workshop Schulter, Hals, Nacken – Ersatz: 3 h Workshop Asanas intensiv
  15. Yogalehrerausbildung-Wochenende – Tag 1 – Inspiration & vegane Köstlichkeiten
  16. Yogalehrerausbildung-Wochenende – Tag 2 – Entspannung durch Hüftöffner
  17. Yoga für Läufer am Strand | Yoga täglich
  18. Offene Mittelstufenstunde – Let it be | Endlich wieder Yoga 18

 

Sabine Flechner-Schork
Ich mag Trailrunning in wilder Natur, Yoga & Stille, Essen, Lachen und gute Gespräche. Meine Stärken sind es, strukturiert Situationen zu erfassen und sie gezielt zu planen und zu gestalten. Am liebsten gebe ich Motivation & Knowhow weiter, um gemeinsam effizient und mit Leichtigkeit an deinen Zielen arbeiten zu können.
inspiration vegan

Inspiration & vegane Köstlichkeiten | 15

Den ganzen Tag Yoga – wie muss man sich das vorstellen? Heute ist der erste Tag vom langen Yogalehrer-Ausbildungs-Wochenende. Wir treffen uns um 11:00, die meisten kommen mit den Händen voller Schüsseln mit Köstlichkeiten. Dieses weitestgehend vegane Buffet wird unser Mittagessen und Abendessen sein, wie großartig! Doch zuerst heißt es: On the mat!

Surya Namaskar plus

Oh, wie lange können Minuten sein, in denen man sich erst in der Haltung einfindet… Das Ergeben fällt manchmal schwer, manchmal leichter… Als Yogalehrer im zweiten Jahr der Ausbildung bekommen wir eine Stunde für Fortgeschrittene, was sich zuerst einmal in einer ausgedehnten Aufwärmphase zeigt… Bin ich froh, mittlerweile den Sonnengruß in mein privates Übungsset mit eingebaut zu haben, inklusive einiger Dreh- und Haltevariationen, sonst käme ich hier schnell außer Atem. Es geht ganz schön zur „Sache“… 

Asana meistern

Wer ein Asana meistern will, halte es 120 Minuten. Oha! Mit einer Mischung aus Bewunderung und ungläubigem Staunen höre ich das. Gleichzeitig sagt eine Stimme in mir: Mach doch einfach mal! Welche Asana könnte dafür geeignet sein? Ich bin mir recht schnell sicher: Die Vorwärtsbeuge, die uns als Beispiel genannt wurde, befinde ich für mich als ungeeignet. Zu große Widerstände. An manchen Tagen kann ich mich gut darin einrichten, nach relativ kurzer Zeit jedoch vermeine ich nur noch die Bänder meiner hinteren Oberschenkelmuskeln zu spüren, die erst leise, dann immer deutlicher zu verstehen geben, dass sie diese Dehnung bitte gemächlicher wünschen. Wenn ich die Stimmen ignoriere, strafen sie mich mit ziemlichem Schmerz. Bin ich bereit, an Grenzen zu gehen? Ich sitze seit 30, 40 Jahren nahezu täglich 8 Stunden – da werde ich mir mit der Dehnung der hinteren Oberschenkelmuskulatur einfach noch mehr Zeit geben müssen 🙂

Ich suche nach Alternativen: Kopfstand mag unangemessen sein, 2 Stunden wäre verdammt viel… Auch im Sarvangasana, dem Schulterstand, wird nach einiger Zeit die Körperspannung nachlassen, so dass es dann wieder der untere Rücken, wäre, der die Arbeit machen müsste. Auch Halasana, den Pflug, halte ich wegen der Belastung der Halswirbelsäule für ungeeignet. Kobra, Heuschrecke, Bogen? Undenkbar! Für den Drehsitz gibt es schöne Varianten, die vielleicht passen könnten… Dann erinnere ich mich: Waren es nicht die Sitzhaltungen in Meditation, die lange gehalten werden sollten? Ist nicht in der Stille, in der Meditation sitzen, eines der Ziele der Übungen? 120 Minuten still und unbeweglich sitzen – ein neues Projekt, demnächst hier zu finden 😉

Pause mit veganen Köstlichkeiten

In der Pause stärken wir uns ausgiebig! Wie viel köstlicher ist so ein Essen, wenn es nach 2 anstrengenden Yogastunden genossen werden kann! Kenne ich sonst nur vom Laufen… Am Nachmittag beschäftigen wir uns mit den pragmatischen Regeln und Grundsätzen für Yogalehrer. Als Fazit dazu gefällt mir gut: Ziel sollte sein, den Teilnehmern ein gutes Gefühl zu vermitteln – Rapport geht vor, wie wir im NLP sagen 🙂 

Danke an diese tolle Gruppe!

Wir wären nicht diese tolle Gruppe, wenn sich nicht doch noch spirituelle Aspekte einschleichen würden: Von ethischen Grundsätzen gelangen wir zu Karma: Wir philosophieren darüber, wie detailliert der Plan für uns ist, und was davon unserem freien Willen unterliegt… Interessante Frage, auch wenn uns auch hier wieder Zweifeln ergreift. Zweifel sind gut, wenn sie bedeuten, Dinge bewusster zu hinterfragen. Zweifel ohne Vertrauen schaffen Entscheidungskonflikte und Zweifel ohne Erfahrung führen zu Zwickmühlen. Eines scheint gewiss: es geht so lange weiter im Erkenntnisprozess, bis wir uns mit den Zweifeln arrangieren. Was bedeuten kann, dass man aufgibt, Dinge forcieren zu wollen. Denn der Verstand kann uns durchaus vom Erkennen abhalten…

Ich möchte gerne einmal sagen, wie wohl ich mich in eurer Gesellschaft fühle! Danke dafür!

Wir beenden den Tag mit einem Satsang, dem Zusammensitzen gleichgesinnter Menschen mit dem Ziel, sich auf dem spirituellen Weg weiter zu entwickeln. Jaya Ganesha!

ALL YOU CAN YOGA (in a month) – Live-Tagebuch

  1. Fortgeschrittene Mittelstufe – All you can yoga
  2. Offene Mittelstufe – Entspannung
  3. Yogastunde special – Kopfüber in den Skorpion
  4. Yogalehrerausbildungsabend – Touched by Vipassana
  5. 3 h Workshop Bodywork – Partner Asana – Grenzen erfahren
  6. Yogastunde Offene Mittelstufe – Licht im Dunkel
  7. Mittelstufe – Muskelkater von den ...
  8. Yogalehrer-Ausbildungsabend – …Bemühungen
  9. Mittelstufe Yogaloft – Yoga mit Musik
  10. 3 h Workshop Yoga Nidra
  11. Fortgeschrittene Mittelstufe – Dynamisches Yoga trifft Stille
  12. Yogastunde offene Mittelstufe – Yoga-Routine
  13. Yogalehrer-Ausbildungsabend – Korrekturen
  14. 3 h Workshop Schulter, Hals, Nacken – Ersatz: 3 h Workshop Asanas intensiv
  15. Yogalehrerausbildung-Wochenende – Tag 1 – Inspiration & vegane Köstlichkeiten
  16. Yogalehrerausbildung-Wochenende – Tag 2 – Entspannung durch Hüftöffner
Sabine Flechner-Schork
Ich mag Trailrunning in wilder Natur, Yoga & Stille, Essen, Lachen und gute Gespräche. Meine Stärken sind es, strukturiert Situationen zu erfassen und sie gezielt zu planen und zu gestalten. Am liebsten gebe ich Motivation & Knowhow weiter, um gemeinsam effizient und mit Leichtigkeit an deinen Zielen arbeiten zu können.
korrekturen-tricks-erleuchtung

Korrekturen, Tricks und Erleuchtung | Yoga täglich 13

Geduld, die richtige Technik und Vertrauen.. sollst Du haben, wenn Du Hatha Yoga praktizierst. Die richtige Technik ermöglicht es, tief in die Asanas einzusteigen, und zwar, ohne dabei die Gesundheit aufs Spiel zu setzen. Daher üben wir an Tag 13 des Allyoucanyoga-Experiments in der Yogalehrer-Ausbildungsstunde wieder unterstützende Ansagen, Griffe und den Einsatz von Hilfsmitteln wie Gurten.

Unsere Schule ist auf die korrekte Ausübung der 12 Asanas der Yoga Vidya Grundreihe ausgerichtet. Beim letzten Mal hatten wir Korrekturen bis Schulterstand. Dort steigen wir wieder ein: einer führt Halasana, den Pflug, vor, demonstriert Fehler, wir lernen, wie dies korrigiert werden kann. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass Fehler, besser gesagt, Lernerfahrungen, wichtig sind für uns. Wir sollen spüren, dass etwas gut oder eben nicht so gut ist für uns. Und wenn es nicht gut ist, es lernen zu korrigieren. Dabei reicht es eigentlich schon zu wissen, nein, darauf zu vertrauen, dass es immer mehrere Möglichkeiten und Wege gibt… Manche Übungen entfalten ihre Wirkung eben erst, wenn man die Technik kennt,  wenn man in Feinheiten korrigiert. Auf einmal springt dich die Erkenntnis an: So! steht man gerade und aufrecht in Schulterstand und exakt ausgerichtet im Pflug! Und das alles, weil deine Oberarme hinter dem Körper mit einem Gurt in ihre engen Grenzen gewiesen werden…

Ich mag und schätze es immer mehr, genau hinschauen zu können, eher noch, hinzuspüren: Was genau passiert da gerade bei dem Übenden? Wie atmet er, wie sind die Gelenke gestellt? Wo sitzen die Spannungen? Warum ist sein Lendenbereich gewölbt und nicht gerade? Wie können seine Schulterpartie und Nacken sich entspannen?

Besonders entspannend finde ich persönlich gerade Übungen, die das Gleichgewicht schulen: Kakasana, die Krähe, Vrikasana, der Baum, Sirsasana, der Kopfstand oder heute Sarvangasana, der volle Schulterstand mit nach oben gerichteten Armen… Einmal den Schwerpunkt gefunden steht es sich ganz federleicht 🙂

Tricks mit Yoga-Gurt

Ja, wer uns jetzt filmen oder fotografieren würde, könnte einen weiteren ketzerischen Artikel darüber schreiben, wie zweideutig Yoga und die Berührungen daherkommen… Da werden Gurte unter dem unteren Rücken geschlungen und zwischen den Beinen herausgezogen, um dann kräftigen Zug nach hinten zu leisten… Sieht komisch aus, tut unendlich wohl, weil so in der Stellung herabschauender Hund keine Last mehr auf den Schultern liegt… Oder es werden Sitzhöcker, sprich in die Luft gereckte Hinterteile, gen Decke gehoben. Natürlich ist da kein sexueller Gedanke, dafür sind wir viel zu konzentriert 🙂 (Abgesehen davon sind die sexuellen Energien auch im yogischen Sinne sehr starke Energien, die je nach Philosophie bzw. Auslegung dieser achtsam ausgelebt oder entsprechend sublimiert werden sollten. Oder beides.) Im Ernst – Berührungsängste sollte man als Yogalehrer nicht haben, wertschätzenden und achtsamen Umgang miteinander hingegen schon. Aktuell wird ja gerade wieder viel diskutiert, über Fälle von Ausnutzung und sexueller Belästigung durch Gurus/ Lehrer mittels Yoga. Findet einen Yogalehrer eures Vertrauens, vielleicht auch eine Yogalehrerin, achtet auf euer Körpergefühl in jedem Moment. Und wenn etwas zu nah oder bedrängend wird: Just say no 🙂 So, bevor das jetzt hier abdriftet… Zurück zu den hilfreichen Unterstützungen:

Einen „Kunstgriff“ erfahre ich  am eigenen Leib und nach einem Moment des tiefen Eindrucks einer recht kräftigen Dreh,- Drück und Schieb-Bewegung meines Schultergürtels, habe ich danach den ganzen Abend, und auch noch am nächsten Tag, einen unglaublich leichten, freien Nacken!

Von steinmüde bis erleuchtet

Wir beenden die Übungsreihe und praktizieren langes Pranayama in eigenem Tempo und eine ungefähr 30-minütige Meditation. Das lange unbewegliche Sitzen geht diesmal ganz gut. Danach bin ich für die Theoriestunde allerdings nicht energiegeladen, sondern steinmüde. Die verschiedenen Stadien von Samadhi, Erleuchtung, rauschen nur so an mir vorbei… Ich denke mir, es ist eh alles da, ob ich das nun weiß oder nicht, und hoffe auf einen neuen Tag mit neuer Energie, an dem ich das nachlesen werde…:)

Mich beherrschen heute zwei Grundströmungen: Zum einen finde ich es schade, dass ich mich schon in der Halbzeit meines Experiments befinde und plane, es zu erweitern – warum nicht 365 Tage Allyoucanyoga? 🙂 Auf der anderen Seite frage ich mich, ob mein Enthusiasmus, am liebsten „nur noch Yoga zu machen“, mich in meiner Entwicklung und auf meinem Weg unterstützt… Nun, das sind wohl die Prozesse, die ich wollte, die Geister, die ich rief 😉

ALL YOU CAN YOGA (in a month) – Live-Tagebuch

  1. Fortgeschrittene Mittelstufe – All you can yoga
  2. Offene Mittelstufe – Entspannung
  3. Yogastunde special – Kopfüber in den Skorpion
  4. Yogalehrerausbildungsabend – Touched by Vipassana
  5. 3 h Workshop Bodywork – Partner Asana – Grenzen erfahren
  6. Yogastunde Offene Mittelstufe – Licht im Dunkel
  7. Mittelstufe – Muskelkater von den ...
  8. Yogalehrer-Ausbildungsabend – …Bemühungen
  9. Mittelstufe Yogaloft – Yoga mit Musik
  10. 3 h Workshop Yoga Nidra
  11. Fortgeschrittene Mittelstufe – Dynamisches Yoga trifft Stille
  12. Yogastunde offene Mittelstufe – Yoga-Routine
  13. Yogalehrer-Ausbildungsabend – Korrekturen
  14. 3 h Workshop Schulter, Hals, Nacken – Ersatz: 3 h Workshop Asanas intensiv
  15. Yogastunde Mittelstufe – durch eigene täglich Praxis ersetzt
  16. Yogalehrer-Ausbildungsabend – durch Mittelstufe bei Yogaloft ersetzt
  17. Tagesseminar + 2 x 90 Minuten Chakra-Yoga in Bad Meinberg – wird nachgeholt
  18. Tagesseminar + 1 x 90 Minuten Chakra-Yoga in Bad Meinberg – wird nachgeholt
  19. Fortgeschrittene Mittelstufe
  20. Yogastunde Mittelstufe
  21. Yogalehrer-Ausbildungsabend
  22. 3 h Workshop Thaiyoga
  23. Tagesseminar + 2 x 90 Minuten Yoga
  24. Tagesseminar + 1 x 90 Minuten Yoga
  25. Eigener Workshop Yoga für Läufer 3 Tage

 

Sabine Flechner-Schork
Ich mag Trailrunning in wilder Natur, Yoga & Stille, Essen, Lachen und gute Gespräche. Meine Stärken sind es, strukturiert Situationen zu erfassen und sie gezielt zu planen und zu gestalten. Am liebsten gebe ich Motivation & Knowhow weiter, um gemeinsam effizient und mit Leichtigkeit an deinen Zielen arbeiten zu können.
Stille - Dynamisches und stilles Set - Yoga täglich

Dynamisches Yoga trifft Stille | Yoga täglich 11

Entspanne deinen Körper… entspanne deine Gedanken… entspanne deine Gefühle… So wunderbar führt uns der Yogalehrer in die Entspannung. Und gerade, als ich so richtig tief abgesackt bin, in meiner eigenen Welt, im Nichts taumle, gerade da sagt er: und komm dann wieder hier an. Nein!! Ich will da bleiben! Es ist wunderbar hier im Nichts und ich will mich nicht bewegen!

Mit Disziplin auf zur ersten Runde

Aber leider: Yoga besteht zu einem nicht unbedeutendem Teil aus Disziplin. So bewege ich meine Fingerkuppen winzige Millimeter, Finger, Arme, den ganzen Körper recken und strecken… Die Stunde ist eine fortgeschrittene Mittelstufe auf Basis der Rishikesh / Yoga Vidya – Reihe. Heute machen wir zwei Sets, kündigt unser Lehrer an: ein schnelles, angelehnt an Ashtanga, ohne Pausen, fließend, und danach eines mit lang zu haltenden Asanas.

5 Atemzüge pro Asana

Wir starten nach dem Sonnengruss: einatmen in das Kind, ausatmen, Kopfstand, Sirsasana, aufbauen, 5 mal ein und ausatmen, Rückenlage, einatmen, Schulterstand, Sarvangasana, aufbauen, 5 mal ein und ausatmen, Halasana, 5 mal ein und ausatmen, ein hoch, aus in den Fisch, Matsyasana, fallen lassen, fünf mal…. Das ist zwar nicht schnell, aber durch die ausbleibenden Pausen doch ein völlig anderes Gefühl. Flowiger.  So geht es weiter durch die ganze Reihe, bis zur Krähe, 5 Atemzüge, und das Dreieck, 5 tiefe Atemzüge… Die Asanas verbinden sich miteinander. Sie werden zu einer.

3-5 Minuten für jede einzelne Asana – Stille

Irgendwann sind wir dann durch mit diesem einen durchgehenden Lang-Asana 🙂 Wir merken es daran, dass die nächste Ansage Verwirrung stiftet: Baue den Kopfstand auf. Schon wieder? Ja. Halte so lange wie es klug ist, eine nette Ansage:) Halte den Schulterstand 5 Minuten. Stille. Halte den Pflug 3 Minuten. Stille. Vorwärtsbeuge 5 Minuten. Stille. Kobra, Bhujangasana, 3 Minuten. Kind 3 Minuten. Drehsitz, Ardha Matsyendrasana, 3 Minuten. Jede Seite. Stille. Fühle wie Du bei jedem Einatmen Licht ins Muladara Chakra einatmest, und bei jedem Ausatmen Licht durch die Wirbelsäule zu Sahasrara ausatmest…

5 Minuten Krähe halten – nein, das nicht, hier angekommen löst sich unsere bis dahin konzentrierte, stille und tief atmende Runde in Kichern und Wißbegier auf: 5 Minuten Krähe müssen wir nicht machen, aber dafür zeigt uns der Lehrer den Pfau. Yeah! Eine ungewohnte neue Körperhaltung, besonders für die Arme. Uns allen gelingt es kurz, die Balance zu halten und frei zu schweben, eine neue tolle Übung! Dann noch mal die Seitkrähe. Und die Seitkrähe mit aufgelegten Fußgelenken.

Dankbar fallen wir in Savasana. Entspanne deinen Körper… entspanne deine Gedanken… entspanne deine Gefühle…  Die Reise geht durch alle Körperteile – dein ganzer Körper ist eeeeeentspannt. Stille.

 

ALL YOU CAN YOGA (in a month) – Live-Tagebuch

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  5. 3 h Workshop Bodywork – Partner Asana – Grenzen erfahren
  6. Yogastunde Offene Mittelstufe – Licht im Dunkel
  7. Mittelstufe – Muskelkater von den ...
  8. Yogalehrer-Ausbildungsabend – …Bemühungen
  9. Mittelstufe Yogaloft – Yoga mit Musik
  10. 3 h Workshop Yoga Nidra
  11. Fortgeschrittene Mittelstufe – Dynamisches Yoga trifft Stille
  12. Yogastunde offene Mittelstufe – Yoga-Routine
  13. Yogalehrer-Ausbildungsabend – Korrekturen
  14. 3 h Workshop Schulter, Hals, Nacken
  15. Yogastunde Mittelstufe
  16. Yogalehrer-Ausbildungsabend
  17. Tagesseminar + 2 x 90 Minuten Chakra-Yoga in Bad Meinberg
  18. Tagesseminar + 1 x 90 Minuten Chakra-Yoga in Bad Meinberg
  19. Fortgeschrittene Mittelstufe
  20. Yogastunde Mittelstufe
  21. Yogalehrer-Ausbildungsabend
  22. 3 h Workshop Thaiyoga
  23. Tagesseminar + 2 x 90 Minuten Yoga
  24. Tagesseminar + 1 x 90 Minuten Yoga
  25. Eigener Workshop Yoga für Läufer 3 Tage

 

Sabine Flechner-Schork
Ich mag Trailrunning in wilder Natur, Yoga & Stille, Essen, Lachen und gute Gespräche. Meine Stärken sind es, strukturiert Situationen zu erfassen und sie gezielt zu planen und zu gestalten. Am liebsten gebe ich Motivation & Knowhow weiter, um gemeinsam effizient und mit Leichtigkeit an deinen Zielen arbeiten zu können.
2 yoga mit musik

Yoga mit Musik – Mittelstufe bei Yogaloft | Yoga täglich 9

Yoga Nr 9: Außer der Reihe besuche ich eine offene Mittelstufen-Stunde in einem Studio in meiner Nachbarschaft, Yogaloft. Ich mag es dort, die Stimmung ist angenehm, die YogInis auch:)

Savasana. Statt Pranayama machen wir danach als erstes Gelenkübungen, Rolling the Joints, die Gelenke nämlich:) Ich merke mir das Übungsset, das von unten nach oben angesagt wird, vielleicht nehme ich die Reihenfolge mit zum Yoga am Strand für Läufer. Weil wir danach mit dynamischen „Akupunktur-Moves“ abschließen, gehen wir schon aufgewärmt in den Sonnengruss, das ist nicht schlecht.

Alleskönner-Asanas

Es folgen Gleichgewichtsübungen, die gleichzeitig Dehnungsübungen der Hüfte und der hinteren Beinmuskeln sind, und die darüber hinaus kräftigen (Hallo?! Nachtrag vom nächsten Tag: … und sie verursachen Muskelkater!!!). Erst liegend, dann stehend, wird die Reihe aufgebaut- Sehr präzise Ansagen der erfahrenen Lehrerin Simone, wirklich gut. Einige gehen danach in den Kopfstand, oder den Kopfstand mit Drehübungen, einige gucken erst einmal zu oder versuchen sich an den Vorübungen. Es ist aber auch eine wunderbare Haltung!

Rückbeugen, Vorbeugen, es folgt, ha, die Krähe, frontal und seitlich. Arme links der Beine geht ganz gut für die Anfänge, finde ich. Arme recht der Beine – geht GAR NICHT. Mein rechtes Handgelenk und die Beweglichkeit rechts ist definitv NICHT meine Schokoladenseite, allerhöchstens Vanille… Eine Asana, die wir uns aussuchen dürfen, noch. Ich mache den Schulterstand und merke wieder, dass ich den Schulterstand lieber im ersten Drittel im Set habe, als gegen Ende einer Stunde. Habe immer das Gefühl, „alles“ sammle sich in der Kehle.

Ein sehr angenehme End-Entspannung, danach nochmal 7 Minuten in die Stille – sehr wohltuend und entspannend! Vielen Dank für die schöne Stunde!

Yoga mit Musik

Also, es war mal etwas anderes, Yoga mit Musik. Musik beim Yoga. Für mich macht einen Großteil der Erfahrung jedoch gerade die Stille aus. Yoga in Stille ist …Tiefe. Stille. Okay, je nach Musik kann das bestimmt auch sehr spacig sein. Die bessere Konzentration habe ich jedenfalls ohne akustische Ablenkung. Manchmal redet mir sogar der Lehrer oder die Lehrerin zu viel 😉 Aber das mag natürlich sehr unterschiedlich sein bei jedem, und bei dem Klavierstück in der Endentspannung konnte ich dann auch sehr gut entspannen…

ALL YOU CAN YOGA (in a month) – Live-Tagebuch

  1. Fortgeschrittene Mittelstufe – All you can yoga
  2. Offene Mittelstufe – Entspannung
  3. Yogastunde special – Kopfüber in den Skorpion
  4. Yogalehrerausbildungsabend – Touched by Vipassana
  5. 3 h Workshop Bodywork – Partner Asana – Grenzen erfahren
  6. Yogastunde Offene Mittelstufe – Licht im Dunkel
  7. Mittelstufe – Muskelkater von den ...
  8. Yogalehrer-Ausbildungsabend – …Bemühungen
  9. Mittelstufe Yogaloft – Yoga mit Musik
  10. 3 h Workshop Yoga Nidra
  11. Fortgeschrittene Mittelstufe – Dynamisches Yoga trifft Stille
  12. Yogastunde offene Mittelstufe – Yoga-Routine
  13. Yogalehrer-Ausbildungsabend – Korrekturen
  14. 3 h Workshop Schulter, Hals, Nacken
  15. Yogastunde Mittelstufe
  16. Yogalehrer-Ausbildungsabend
  17. Tagesseminar + 2 x 90 Minuten Chakra-Yoga in Bad Meinberg
  18. Tagesseminar + 1 x 90 Minuten Chakra-Yoga in Bad Meinberg
  19. Fortgeschrittene Mittelstufe
  20. Yogastunde Mittelstufe
  21. Yogalehrer-Ausbildungsabend
  22. 3 h Workshop Thaiyoga
  23. Tagesseminar + 2 x 90 Minuten Yoga
  24. Tagesseminar + 1 x 90 Minuten Yoga
  25. Eigener Workshop Yoga für Läufer 3 Tage

 

 

Sabine Flechner-Schork
Ich mag Trailrunning in wilder Natur, Yoga & Stille, Essen, Lachen und gute Gespräche. Meine Stärken sind es, strukturiert Situationen zu erfassen und sie gezielt zu planen und zu gestalten. Am liebsten gebe ich Motivation & Knowhow weiter, um gemeinsam effizient und mit Leichtigkeit an deinen Zielen arbeiten zu können.
Pausen-Muskelkater

Muskelkater von den Bemühungen | Yoga täglich 7+8

Nach dem Feierabend in Rekordzeit zur Yogastunde gefahren – ob das gut gehen kann? In der Hauptverkehrszeit schlängelte ich mich über Ruhrgebietsautobahnen zum Studio, innerlich bemüht, ruhig zu bleiben. Parkplatz auch schnell gefunden, umgezogen, noch reingehuscht, in die Nachmittagsstunde Mittelstufe. Heute nochmal mit Mahadev, dem erfahrenen Gastlehrer. Schon im Sonnengruss merke ich, dass das so nicht funktioniert…

Schnell zum Yoga

Sich zu beeilen, um noch zum Yoga zu kommen, gehört so ziemlich zu den kontraproduktivsten Dingen, die ich machen konnte. Zum Glück läuft die Mittelstufen-Stunde nach „Schema F“ ab. Da fällt es vielleicht nicht so auf, dass ich immer noch neben mir steh… Und schon wieder ein Stück tiefer in die Falle gerutscht! Wem soll das denn auffallen, für wen mache ich denn da meine Asanas? Tief einatmen, lange ausatmen… ich versuche es mit Ignoranz. Doch irgendwie fehlt mir die Spannung heute…

Kra, kra, lacht die Seitkrähe…

Zum Abschluss der Mittelstufen-Reihe darf ich wenigstens nochmal in die Krähe. Ich habe die Druckflecken an den richtigen Stellen, sagt mein Lehrer. Was ist denn heute bloß los mit mir? Und weil die reguläre Krähe auch heute irgendwie spannungslos wirkt, auf mich, setze ich zur seitlichen Version an. Beine rechts, Arme links und hoch… Mein kleines Highlight: Ich stehe 1, 2, 3, 4 Sekunden gespannt und sogar mit ausgestrecktem Bein seitlich in dem Kakasana-Vogel, kra, kra….

Ausbildungsstunde mit Korrekturen

So, jetzt sei mal ruhig mit dir selbst, brauchst doch keine Highlight, wir sind hier ja nicht auf einem Wettbewerb, komm mal runter, rede ich mir unaufhörlich zu. Ich husche vor der Endentspannung aus dem Raum, weil ich pünktlich zur Ausbildungsstunde sein möchte, obwohl das wahrscheinlich genau das richtige gewesen wäre… Dort angekommen merke ich, dass meine Schultern und Arme leicht zittern. War es vielleicht doch  anstrengender, als ich es wahrgenommen habe? Anuloma Viloma, die Wechselatmung, beruhigt mich ein wenig.

Dann gibt es heute erst Praxis, dann Theorie. Es folgte eine sehr gute, lange, intensive Stunde, in der wir Korrekturen üben: Einer macht eine Asana vor, wir besprechen Haltungen, wichtige Richtungen, Fehler, Korrekturen und Hilfestellungen, dann machen wir das in Kleingruppen nach. Das lange im Schulterstand Stehen beruhigt mich weiter, die Stunde ist sehr interessant und ich langsam wieder dabei… Unterrichten macht Spaß, auch wenn wir hier nur „spielen“. Als wir dann gemeinsam mit meiner Übungspartnerin auch noch echte Erkenntnis für ihren nun verbesserten Kopfstand finden, durch genaues Hingucken und Weitergeben der Ansagen aus den letzten Tagen, ist mein Gleichgewicht wieder hergestellt!

Beharrlichkeit, Verhaftungslosigkeit und Muskelkater

In der Pause gibt es leckere Löwenzahn-Möhren-Mangold-Suppe, die wir uns alle mit gutem Appetit hineinlöffeln. Einige Minuten Unterbrechung tun heute tatsächlich gut! Anschließend in der Theoriestunde besprechen wir die nächsten 5 Sutras von Patanjali und unsere Gedanken, Empfindungen und Fragen dazu. Beharrlichkeit, Abhyasa, beständiges Bemühen, dran bleiben, sich kontinuierlich bemühen, und wie man das schafft, ist das Thema. Dabei soll gleichzeitig krampfhaftes Bemühen vermieden werden, also bemühungsloses Bemühen erreicht werden. Also statt schnell lieber entspannt zum Yoga fahren, unverkrampft und ohne Ziel, aber voll konzentriert in die Übungen gehen… 🙂

Weiter geht es um Verhaftungslosigkeit, Vairagya, sich nicht an die Dinge hängen, frei werden, um einen klaren Geist zu bekommen. Dorthin gelangen wir durch Beachtung der drei Gunas (Eigenschaften) Sattwa, Rajas, und Tamas, die unseren Willen, unsere Handlungen und unser Denken bestimmen. Mir ist nicht klar, ob das Loslösen, Vairagya, das Ergebnis oder der Weg ist, aber sich dieses Prozesses bewusst zu werden, sich als Betrachter zu sehen, ist wohl das Mittel zum Zweck.

  • Tamas= Dunkelheit, Trägheit, dumpf, passiv
  • Rajas= Leidenschaft, aktiv, dynamisch
  • Sattwa= Reinheit, neutral, göttlich

Warum kann Freiheit erst dann entstehen, wenn wir Vairagya praktizieren?

So lange wir uns über Körper, Gefühle, Gedanken, unsere Besitztümer, Werte, Träume und Wünsche definieren, sind wir das Objekt, wir sind identifiziert mit dem Objekt. Nicht „ich“ bin müde, sondern mein Körper ist ermüdet oder angespannt. Nicht „ich“ bin ungeduldig, da ist Ungeduld, sie äußert sich in diesen und jenen Symptomen, die vorübergehen werden. Wir sind nicht unser Körper, unsere Gedanken, unsere Gefühle! Erst wenn wir Vairagya üben, die Verhaftungslosigkeit, lernen, diese Symptome als vorübergehend zu betrachten, uns von den Objekten zurückziehen, die Sinne nach Innen richten, erst dann werden wir unserer wahren Natur gewahr… Und wieder ist hier „bemühungsloses Bemühen“ angesagt, bei dem wir uns dennoch pflichtbewusst verhalten oder an schönen Dingen erfreuen dürfen, weil wir ja gleichzeitig auch noch unsere Aufgaben erfüllen müssen…

Um 22.30 fahre ich nach Hause, körperlich ganz schön geschafft, angestrengt, innerlich ausgeglichen – Wusste ja noch nicht, dass mich am nächsten Morgen ein ganzheitlicher Muskelkater als Ergebnis der beharrlichen Bemühungen der letzten Tage wecken sollte…

abhyāsa-vairāgya-ābhyāṁ tan-nirodhaḥ

„In der Balance aus Bemühung und Gelassenheit wird Gedankenkontrolle (und Ruhe) erreicht“

ALL YOU CAN YOGA (in a month) – Live-Tagebuch

  1. Fortgeschrittene Mittelstufe – All you can yoga
  2. Offene Mittelstufe – Entspannung
  3. Yogastunde special – Kopfüber in den Skorpion
  4. Yogalehrerausbildungsabend – Touched by Vipassana
  5. 3 h Workshop Bodywork – Partner Asana – Grenzen erfahren
  6. Yogastunde Offene Mittelstufe – Licht im Dunkel
  7. Mittelstufe – Muskelkater von den ...
  8. Yogalehrer-Ausbildungsabend – …Bemühungen
  9. Mittelstufe Yogaloft – Yoga mit Musik
  10. 3 h Workshop Yoga Nidra
  11. Fortgeschrittene Mittelstufe – Dynamisches Yoga trifft Stille
  12. Yogastunde offene Mittelstufe – Yoga-Routine
  13. Yogalehrer-Ausbildungsabend – Korrekturen
  14. 3 h Workshop Schulter, Hals, Nacken
  15. Yogastunde Mittelstufe
  16. Yogalehrer-Ausbildungsabend
  17. Tagesseminar + 2 x 90 Minuten Chakra-Yoga in Bad Meinberg
  18. Tagesseminar + 1 x 90 Minuten Chakra-Yoga in Bad Meinberg
  19. Fortgeschrittene Mittelstufe
  20. Yogastunde Mittelstufe
  21. Yogalehrer-Ausbildungsabend
  22. 3 h Workshop Thaiyoga
  23. Tagesseminar + 2 x 90 Minuten Yoga
  24. Tagesseminar + 1 x 90 Minuten Yoga
  25. Eigener Workshop Yoga für Läufer 3 Tage

 

Sabine Flechner-Schork
Ich mag Trailrunning in wilder Natur, Yoga & Stille, Essen, Lachen und gute Gespräche. Meine Stärken sind es, strukturiert Situationen zu erfassen und sie gezielt zu planen und zu gestalten. Am liebsten gebe ich Motivation & Knowhow weiter, um gemeinsam effizient und mit Leichtigkeit an deinen Zielen arbeiten zu können.